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Historische Zeitschrift · Heft 271/1 · 2000
Erscheint jeden zweiten Monat (Februar, April, Juni, August, Oktober
und Dezember). |
Inhaltsverzeichnis von Heft 271/1 – August 2000
Rubrik: Aufsätze
Der Aufsatz erörtert einen bisher weitgehend vernachlässigten Aspekt von Machiavellis politischer Theorie, nämlich seine außenpolitische Konzeption unter besonderer Konzentration auf Krieg und Expansion. Dabei wird – unter Berücksichtigung seines Gesamtwerks und relevanter Facetten seiner politischen Theorie – zunächst der Faktor Gewalt in Machiavellis außenpolitischem Denken herausgearbeitet, um anschließend detailliert die Ursachen für seine Propagierung staatlich-territorialer Ausdehnung zu analysieren. Dabei wird gezeigt, daß die Kategorie der necessità für ihn nicht ein inhaltsleeres Hilfskonstrukt bildete, um jegliche außenpolitische Aggression beliebig legitimieren zu können. Auch die These, daß seine außenpolitische Konzeption auf eine grenzenlose, letztlich auf Weltherrschaft abzielende Expansion ausgerichtet war, wird ebenso kritisch hinterfragt wie der immer wieder behauptete enge Nexus der Modellfunktion des außenpolitischen Verhaltens der römischen Republik mit seiner eigenen außenpolitischen Konzeption. Schließlich wird die These überprüft, daß der Florentiner letztlich aus charakterlichen Gründen von Gewalt und Krieg fasziniert gewesen sei und deshalb eine außenpolitisch aggressive Konzeption vertreten habe.
Dieser Aufsatz beschreibt die Paßbestimmungen deutscher Staaten im 19. Jahrhundert. Im ersten Teil schildert er die Entwicklung der gesetzlichen Bestimmungen über Reisepapiere und ihre Kontrolle seit der Einführung eines modernen Paßwesens und allgemeiner Ausweispflicht in der Epoche der Französischen Revolution. Der zweite Abschnitt widmet sich der Frage, inwieweit die theoretisch vorgeschriebene lückenlose Überwachung aller Reisenden und die strenge Unterscheidung zwischen Inländern und Ausländern (auch unter den Angehörigen der Mitgliedsstaaten des Deutschen Bundes) in der Praxis durchgesetzt werden konnte. Schließlich wird die Bedeutung des ganz an der partikularistischen Ordnung Deutschlands orientierten Paßwesens für den Prozeß der (Einzel-)Staatsbildung einerseits, der Nationsbildung andererseits diskutiert.
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